LACH DIAMANT auf der GrindTec, Augsburg

01.03.2008

demonstriert 35 Jahre Schleifen polykristalliner synthetischer Diamanten (PKD)

Vor genau 35 Jahren - im März 1973 - wurde erstmals den Herstellern von Diamant-Werkzeugen ein Schneidstoff unter dem Markennamen „compax" vom Hersteller General Electric, USA, angeboten.

Ein in der Härte dem Diamant vergleichbares Material, Diamant-Mikron-Körnungen vermengt mit Kobalt und Wolfram als Binder, gepresst unter hohem Druck und Hitze in einer Stärke von 0,5 bis 0,8 mm auf Ronden aus Hartmetall.

Ein Material, das sich unter dem Kürzel PKD (für polykristallinen synthetischen Diamant) bis Heute einen nicht mehr wegzudenkenden Platz als Schneidwerkstoff für die wirtschaftliche Bearbeitung von Aluminium, Holz und Kunststoffen und mehr noch in der Automobil- und -Zubehör-Industrie, Möbel-Industrie, Flugzeug- und Elektronik-Industrie - um nur einige wenige Hauptanwender zu benennen - erobert hat.

LACH DIAMANT - der PKD-Werkzeughersteller der ersten Stunde - musste sehr schnell begreifen, dass sich das Schleifen von PKD nicht mit dem Know-how eines Naturdiamant-Schleifers bewerkstelligen lässt.

Andere Techniken mussten gesucht werden, um dem zähen und harten polykristallinen Diamant-Gemenge beizukommen - um eine Schneide und einen Radius - die Voraussetzung für jedes Zerspanungswerkzeug - zu formen.

Auf die Besonderheit des PKD-Schleifens abgestimmte Schleifmaschinen gab es in dieser Pionierzeit 1973 nicht.

In Kooperation mit dem seinerzeitigen Maschinenbauer Kelch entwickelte LACH DIAMANT eine Präzisions-Werkzeugschleifmaschine, die Fertigung, Service und den Nachschliff polykristalliner Diamant-Dreh- und Fräswerkzeuge ermöglicht.


Unzählige Verbesserungen sind bis heute in die seit zwei Jahrzehnten unter der Bezeichnung »pcd-100« (mit Wippe) bzw. »pcd-300« (mit Kugelkopf) von LACH DIAMANT gebauten Präzisions-Schleifmaschine eingeflossen.

Nach wie vor erfüllt diese mit Diamant-Schleifscheiben arbeitende konventionelle Schleifmaschine ideal ihre Aufgabe für Klein- und mittlere Serien - dabei braucht sie den Wettbewerb im Preisleistungsverhältnis mit CNC-gesteuerten Schleifmaschinen nicht zu scheuen. Die PKD-Schleifmaschine - ein technisch kompaktes „Wunderwerk" an Präzision zeigt LACH DIAMANT als PKD- und CBN-(Bornitrid)-Schleifmaschine - selbstverständlich lassen sich gleichfalls Schneidstoffe, wie Hartmetall, HSS oder Keramiken ebenso problemlos bearbeiten.


Die Grenzen beim Schleifen von PKD-Schleifscheiben (nur) mit Diamant-Schleifscheiben erkannte man bei LACH DIAMANT spätestens Mitte der 70er Jahre, als LACH DIAMANT begann, PKD-bestückte umlaufende Werkzeuge - wie Fräser und Sägen - herzustellen.

Das Schleifen der einzelnen Schneide - Zahn für Zahn - gestaltete sich jetzt sehr zeitaufwendig und somit unwirtschaftlich. Der eigentliche Durchbruch gelang 1978 mit der Entwicklung des Mediums Funken-/Elektro-Erosion durch Horst Lach.

Der Fertigung bisher nicht für möglich gehaltener PKD-Dia-Werkzeuge stand plötzlich nichts mehr im Wege.

Der eigentliche Siegeszug dieses neuen Schneidstoffes PKD begann auf der LIGNA 1979, als LACH DIAMANT einer überraschten holzverarbeitenden Industrie Diamant als hartmetallüberlegenen Werkstoff zur Zerspanung aller Holzwerkstoffe offerierte.

Der heute unverzichtbare PKD-Einsatz in der Automobil-Industrie zur Zerspanung von Aluminium oder in der Flugzeugindustrie als unverzichtbarer Schneidenwerkstoff für die Bearbeitung von Verbundwerkstoffen GFK, CFK u. ä. sollte folgen.

Stellvertretend für die Entwicklung - basierend auf der Entdeckung der Funkenerosion für die Bearbeitung des elektrisch leitenden PKDs - zeigt LACH DIAMANT auf der GrindTec die Rotations-Erodier-Universalschärfmaschine »Dia-2100-mini« aus einer inzwischen breiten Modellreihe CNC-gesteuerter Rotationsschärfmaschinen für alle Diamant-Werkzeuge und -Sägen.

LACH DIAMANT-Schleif- und Schärfmaschinen heute mehrhundertfach gebaut und in aller Welt - teils seit Jahrzehnten - erfolgreich im Einsatz - mit der Erfahrung des Diamant-Werkzeug- und Schleifscheibenherstellers LACH DIAMANT in dritter Generation, der im Jahre 2007 sein 85jähriges Bestehen feiern durfte.