LACH-DIAMANT feiert 10 Jahre Sachsen

08.02.2001

LACH-DIAMANT weiter auf Expansionskurs -

LACH-DIAMANT feiert 10 Jahre Sachsen

 

Mitarbeiterzahl in neuen Ländern auf 20 gestiegen -

Ottendorfer Firma produziert für Unternehmen in den USA

Lichtenau/OT. Ottendorf. Aus drei Mitarbeitern sind 20 geworden. Dies ist die erfreuliche Mitarbeiterbilanz für den Standort neue Bundesländer der im Ottendorfer Gewerbegebiet ansässigen Firma LACH-DIAMANT.

LACH-DIAMANT wurde 1922 von Jakob Lach als Schmuck-Diamant-Schleiferei in Hanau gegründet. Mitte der 50er Jahre erfolgte die Umstellung auf Industriediamanten und Diamant-Werkzeuge. Herausragende Erfolge der vorwiegend als Familienbetrieb geführten Firma mit mittlerweile rund 160 Beschäftigten in Deutschland und den USA sind die Entwicklung der CBN-Bornitrid-Schleifscheibe für das HSS-Werkzeugschleifen, Entwicklung erster fachspezifischer Werkzeuge für die Aluminium-, Kunststoff-, Holz- und Leiterplattenindustrie. Als Neuheit wurde im vergangenen Jahr ein besonderes Werkzeug zur Bearbeitung von Aluminium mit Spanbrecher vorgestellt.

Mit dem Standort Ottendorf hat es die besondere Bewandnis, dass LACH-DIAMANT bereits in der Vorwendezeit Diamanten in die DDR lieferte. „Es waren 4000 Stück, die für den Bau des Polomotors an das Automobilwerk Eisenach und das IFA Kombinat in Chemnitz geliefert wurden. Ich stellte mir die Frage, wer diese wohl nachschleift", erinnert sich Firmenchef Horst Lach an den Beginn der Neuniger. Mitarbeiter Bernd Straube, der von LACH in die Firma übernommen wurde und dieser Tage sein zehnjähriges Firmenjubiläum feiert, erinnert sich, dass die DDR zwar die Diamanten kaufen durfte, dann aber eigene Werkzeuge zum Schleifen entwickeln musste. „Wir hatten dann zwar etwas, aber es dauerte bis zu einer Woche, dass das extrem harte Material Diamant wieder einsetzbar war", erinnert er sich.

Auch dass die Firmenanfänge in einer gemieteten Halle in Oberlichtenau lagen. Schnell wuchsen die Auftragszahlen für die Dienstleistung Nachschleifen, so dass sich die Firmenleitung zum Neubaustandort Ottendorf bekannte. Seit 1997 werden hier nicht nur Industriediamanten und Werkzeuge geschliffen, sondern auch neue Werkzeuge produziert.

Die zwanzig Ottendorfer Beschäftigten arbeiten nun schon im Zwei-Schicht-System. Die Auftragsbücher unter anderem als Zulieferfirma für die Automobilindustrie sind so voll, dass die Firmenleitung bereits über einen Anbau und Expansion nachdenkt. Mit einer gehörigen Portion Stolz berichtet Horst Lach, dass ihm der Coup eines 100-prozentigen Zulieferauftrages in den USA geglückt sei und jetzt auch Ottendorfer Produkte nach Übersee gehen.

Um der Kommune, der er eine gute Zusammenarbeit bescheinigte, mehr als „nur" die Gewerbesteuer zukommen zu lassen, überreichte Horst Lach einen Scheck über 3.000 DM für Verwendung in sozialen Projekten an den Bürgermeister Eberhard Meyner (parteilos).